Die besten Zierfische

Legt man sich ein Aquarium zu, sollte meist schon vor der Auswahl des Beckens feststehen, welche Fische später darin einziehen sollen. Das ist sicher richtig. Gerade Anfänger können aber beruhigt sein, denn dieses Prinzip gilt nicht ausnahmslos.

Denn einige Fischarten sind nicht nur besonders anpassungsfähig und leicht zu halten, sondern bieten Einsteigern auch einen hohen Lernfaktor ohne großes Risiko.Die besten Zierfische 1

Zahnkarpfen
Die Lebendgebärenden Zahnkarpfen sind die mit Abstand beliebtesten und am häufigsten empfohlenen Zierfischarten für Anfänger. Und das ist alles andere als ein Zufall.

Denn Zahnkarpfen sind nicht nur in einer großen Formen-, Arten und Farbenvielfalt erhältlich, sondern sind darüber hinaus auch sehr anpassungsfähig und wenig wählerisch und sogar nützlich, weil sie beispielsweise helfen, den Algenwuchs im Becken zu bekämpfen. Als Fische mit ausgeprägtem Schwarmverhalten sind sie zudem leicht in größeren Gruppen haltbar.

Guppys
Diese Art der lebendgebärenden Zahnkarpfen gilt als die mit Abstand beliebteste und Aquarianer-Anfängern. Viel Freude bereitet vor allem das farbenfrohe Aussehen der kleinen Fische, insbesondere der Männchen, deren Färbung meist rötliche und rosa Farbtöne umfasst, aber auch grüne, gelbe und schwarze.

Das Guppy-Männchen ist nur etwa halb so groß wie das Weibchen und darüber hinaus an dem sogenannten Gonopodium, der Begattungsflosse, zu erkennen.

Die Weibchen sind, außer an ihrer Größe, an der unscheinbareren Färbung sowie der insgesamt gedrungeneren Körperform zu erkennen.

Guppys benötigen als Schwarmfische zum einen ausreichend Platz, da vor allem das Schwimmen im Schwarm zu den häufigsten Aktivitäten gehört. Darüber hinaus sollte eine üppige Pflanzendecke vorhanden sein, die es jungen Guppys ermöglicht, sich vor älteren zu verstecken.

Guppys passen sich an verschiedenste Wasserverhältnisse an. Das betrifft zum Beispiel den pH-Wert, der zwischen 7 und 8,5 schwanken kann. In Sachen Wasserqualität sind die Fische ansonsten recht anspruchslos. Lediglich plötzliche Temperaturwechsel vertragen Guppys nicht.

Auch was das Futter betrifft, stellen Guppys beinahe keine Ansprüche, denn sie sind Allesfresser. Von Pflanzenresten und Algen bis zu Insekten (Wasserflöhe, Moskitolarven) und Trockenfutter fressen sie beinahe alles.

Platys
Der Platy gilt als fast noch anspruchsloser denn der Guppy. Das liegt vor allem daran, dass es in natürlichen Gefilden in Tümpeln und flachen Gewässern vorkommt. Insofern lassen sich Platys mit einer durchschnittlichen Größe von 60 cm bereits in 60-Liter-Becken halten.

Besonders gern mag der Platy eine dichte Wasserbepflanzung. Die benötigten Pfalzen (zum Beispiel Flutendes Hornkraut, Wasserkelch oder Pfeilkraut) sind dabei ebenso anspruchslos wie der Platy selbst. Die Pflanzen dienen im Schwarmverhalten der Platys vor allem dem schnellen und sicheren Verstecken.

Platys fühlen sich in Temperaturen von 20 bis 25 Grad wohl. Bei jungen Fischen kann die Temperatur auch auf bis zu 28 Grad erhöht werden.

Andere Fischarten
Als Alternativen zu den lebendgebärenden Zahnkarpfen werden Welse empfohlen, die ebenfalls dichten Algenbewuchs verhindern können.

Interessante und leicht zu haltende Schwarmfische sind darüber hinaus Salmler und Barben.